Monatsarchive: März 2014

A – 4. Fastensonntag

Bibel Kopie

A – 4. Fastensonntag

aus Johannes 9,1 – 41:

In jener Zeit sagte Jesus:

Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde;

dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen

und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach!

Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte.

Der Mann ging fort und wusch sich.

und als er zurückkam, konnte er sehen.

Diese Woche lade ich Sie zu einer Phantasie-Übung ein.
Ich bin mir sicher, Sie werden danach die Welt, im wahrsten Sinne des Wortes, mit neuen Augen sehen.
Die Übung ist angelehnt an eine Übung aus dem empfehlenswerten Buch:
„Mit Leib und Seele meditieren“
Von dem indischen Jesuitenpater Anthony de Mello.

Schließen Sie die Augen und nehmen Sie Ihren Atem und Ihren Körper war.
Lassen Sie sich dazu Zeit bis Sie zur inneren Ruhe gekommen sind.
Stellen Sie sich nun vor, sie werden von einem Arzt an den Augen untersucht.
Nehmen Sie Ihre Phantasie zur Hilfe um alles möglichst intensiv zu erleben.
Sehen Sie den Arzt und die Praxis vor sich in allen Einzelheiten
Was riechen Sie?
Was hören Sie?
Was fühlen Sie?

Der Arzt sagt Ihnen, sie werden nach einer Woche ihr Augenlicht verlieren.

Nur noch eine Woche können Sie die Welt mit Ihren Augen wahrnehmen
Was empfinden Sie?
Was möchten Sie noch einmal sehen?
Wie werden Sie in der kommenden Woche in die Welt blicken,
wenn Sie wissen, dass Sie nie wieder sehen werden?
Wie betrachten Sie Ihre alltägliche Umgebung?
Wie werden Sie leben als Blinder?
Stellen Sie sich Ihren Tagesablauf vor.
Gehen Sie in Ihrer Phantasie als Blinder spazieren.
Vielleicht haben Sie diese Woche sogar die Möglichkeit,
einen Tag tatsächlich mit einer Augenbinde zu erleben.

Öffnen Sie nun die Augen.
Was empfinden Sie nun beim Sehen.
Reden Sie mit Gott darüber.

( Diese Übung kann nicht dazu dienen, mit blinden Menschen mit zu fühlen
aber sehr wohl dazu, bewusster zu sehen!)